Glossar

# 1,2,3, 4K

4K
4K steht für die Zahl 4000. Im Bereich Film und Fernsehen steht es für Bilder mit rund 4000 Bildpunkten in der Breite. 4K-TV-Bilder haben 3840 x 2160 Bildpunkte. 4K bringt mehr Bildpunkte und das bedeutet mehr Bildschärfe und Details. Bilder in 4K-Auflösung sehen daher noch „echter“ aus als HDTV-Bilder und Blu-ray-Filme. Da einzelnen Bildpunkte viel kleiner sind als bisher, kann der Zuschauer näher an den Bildschirm herangehen, ohne dass er einzelne Pixel erkennt oder das Bild wie durch ein Fliegengitter wahrnimmt. 4K-Bildschirme haben viermal mehr Pixel als bisherige Full-HD-Fernseher: 8 Millionen statt 2 Millionen.

to top ⤒

A

ANTENNE
Eine Antenne ist eine Anlage zum Senden bzw. Empfangen elektromagnetischer Wellen.

APPLIKATION (APP)
Applikation (kurz: App) bezeichnet jede Form von Anwendungsprogrammen. Im alltäglichen Sprachgebrauch sind damit  mittlerweile hauptsächlich Anwendungen für Smartphones und Tablet-Computer gemeint. Diese können über einen in das Betriebssystem integrierten Onlineshop bezogen und so direkt auf dem Smartphone installiert werden.  Weiters versteht man unter Applikation auch Anwendungen, die von einem  Endgerät zusätzlich zu Fernsehprogrammen empfangen werden können. Zum Beispiel Programmführer (EPG – Electronic Program Guide) oder multimediale Zusatzdienste, mit denen beispielsweise Internetinhalte am TV-Gerät abgerufen werden können.

to top ⤒

B

BIT
Die kleinste Informationseinheit. Ein Bit ist ein binäres Zeichen ("0" oder "1").

BITFEHLERRATE
Die Bitfehlerrate ist das Verhältnis zwischen fehlerhaft empfangenen Bits zu den gesamt übertragenen Bits.

BITRATE
Übertragungsrate (in Mbit/s) von seriellen, digitalen Informationen.

to top ⤒

C

CA MODUL
Ein Conditional-Access-Module (CAM) (Deutsch: Modul für bedingten Zugriff) ist ein elektronisches Bauteil, das über einen Common-Interface-Schacht in ein DVB-Empfangsgerät eingeschoben wird. Das Modul verwaltet den Schlüsselaustausch zwischen Smartcard und der eigentlichen Decoderhardware, welche nach dem Common-Scrambling-Algorithmus (CSA) arbeitet. Der CSA dient dazu, Programme von Bezahlfernseh-Anbietern zu entschlüsseln. Hierzu kann ein Schlüssel benutzt werden, der sich auf einer Smartcard befindet, die dem Benutzer von seinem Programmanbieter gegen einmalige und/oder monatliche Gebühr ausgehändigt wird. Diese Smartcard muss hierzu in das CAM eingeführt werden, damit die auf dem CAM befindliche Elektronik auf die Smartcard zugreifen kann.

CODED ORTHOGONAL FREQUENCY DIVISION MULTIPLEX (COFDM)
COFDM bezeichnet das Verfahren, mit dem auf eine Vielzahl von parallelen Trägern die zu übertragenden Symbole (bit-Gruppen) aufmoduliert werden (Mehrträgertechnik). Durch diese breitbandige parallele Aussendung ist die Ausgestaltung von Gleichwellennetzen möglich und das übertragende Signal ist gegenüber Störungen sehr robust.

CODERATE
Die Coderate ist das Verhältnis zwischen dem eigentlichen Nutzungssignal und dem Gesamtsignal, wobei sich das Gesamtsignal aus dem Nutzungssignal und der Menge der Fehlerschutzbits zusammensetzt. Die Qualität bzw. die Wirksamkeit des Fehlerschutzes hängt unmittelbar von der gewählten Coderate, also von der Anzahl der Fehlerschutzbits, ab: Kleine Coderate gewährt starken Fehlerschutz, große Coderate bringt schwachen Fehlerschutz.

COMMON INTERFACE
Ein Common Interface bezeichnet eine einheitliche Schnittstelle in Geräten, denn in Zukunft wird es viele Fernseh- und Radioprogramme, Internet- und Softwareangebote geben. Durch einheitliche Schnittstellen können DVB-T Endgeräten von mehreren Anbietern verwendet werden.

CONTENT
Digitale Informationen werden oft als Content (Englisch für Inhalt) bezeichnet. Sie können als Dateien vorliegen, die einzeln verarbeitet werden, oder auch als zusammenhängende Dateisysteme, wie z. B. Websites im Internet.

CONTENT MANAGEMENT
Unter Content Management (CM) versteht man die strukturierte Verwaltung, Speicherung, Archivierung, Publikation und Aufbereitung von digitalen Daten und Dokumenten.

CONTENT MANAGEMENT SYSTEM
Ein Content Management System (CMS) ist eine Software zur Verwaltung von digitalen Daten und Dokumenten.

CONTENT VIA IP
Hybride DVB-Endgeräte ermöglichen sowohl den Empfang von traditionellem Fernsehen über Satellit oder Kabel als auch die Breitband-Netzanbindung und integrierte Darstellung von IP-Inhalten.

to top ⤒

D

DATENCONTAINER
Innerhalb der zur Verfügung stehenden Datenrate kann eine wählbare Anzahl von Datencontainern mit einer festen Länge von 188 bit zur Übertragung von Fernseh-, Daten- oder Mediendiensten genutzt werden.

DATENRATEN, QUELLENCODIERUNG
Bei der Digitalisierung eines Videosignals ergibt sich eine Datenrate, die mit ca. 170Mbit/s übertragen werden muss. Bei einem Stereo-Audiosignal liegt die Datenrate bei ca. 1,4 Mbit/s. Zur effizienten Übertragung müssen diese Datenmengen reduziert werden. Bei DVB-T wird die MPEG2-Codierung sowohl für die Video- als auch für die Audioübertragung als Quellencodierung zur Datenreduktion angewendet. Zur Übertragung von Fernsehprogrammen in PAL-Qualität mit MPEG2-Codierung sind Mindestdatenraten erforderlich. Diese sind 2,5 - 4 Mbit/s für ein Fernsehprogramm plus ca. 0,2 Mbit/s für den Stereoton.

DECODER / DECODIERUNG
Elektronische Vorrichtung in einem Fernsehgerät oder in einem DVB-T Endgerät, mit der z. B. verschlüsselt gesendete Signale beim Empfang wieder entschlüsselt werden

DIGITAL
ist eine Ableitung vom lateinischen Wort "digitus" (Finger, Ziffer). Gemeint ist die Darstellung von Signalen bzw. Schwingungen durch Zahlen. Digitale Daten werden als Folge von Null- und Eins-Signalen übermittelt.

DIGITALE DIVIDENDE
Die Digitale Dividende bezeichnet die durch die Rundfunkdigitalisierung (Umstellung des terrestrischen Fernsehens von PAL auf DVB-T) freigewordenen Frequenzbänder. Der Frequenzbereich 790 – 862 MHz (Kanäle 61 bis 69) ist seit 2012 zur koprimären Nutzung auch dem Mobilfunk zugeteilt.

DOLBY DIGITAL
bezeichnet das digitale Codierungsverfahren für dreidimensionalen Raumklang über sechs Effektkanäle (digitales Surround-System für Heimkino-Anlagen).

DOLBY SURROUND
ist heute neben der Stereofonie die weitest verbreitete Technik zur Mehrkanal-Tonwiedergabe im Heimbereich

DVB
Digital Video Broadcasting (DVB) bezeichnet den heute gebräuchlichen internationalen Standard für digitales Fernsehen. Es gibt verschiedene Formen von DVB

  • DVB-C
  • DVB-S
  • DVB-T
  • DVB-T2

DVB-C
Digital Video Broadcasting-Cable (DVB-C) bezeichnet die digitale Übertragung von Bild- und Tonsignalen über Breitband-Kabelnetze.

DVB-H
Digital Video Broadcasting-Handheld (DVB-H) bezeichnet die digitale terrestrische Übertragung von Bild- und Tondaten auf mobile Endgeräte wie Handys oder PDAs.

DVB-S
Digital Video Broadcasting-Satellite (DVB-S) bezeichnet die digitale Übertragung von Bild- und Tondaten über Satellit.

DVB-T
“Digital Video Broadcasting - Terrestrial" bezeichnet das digitale Antennenfernsehen. Die Abkürzung steht für den englischen Begriff Digital Video Broadcasting Terrestrial (zu Deutsch etwa: Digitales erdgebundenes Fernsehen) und bezeichnet die terrestrische (erdgebundene) Verbreitung digitaler Radio-, Fernseh- und Datensignale in der Erdatmosphäre.

DVB-T2
DVB-T2 ist der Nachfolgestandard von DVB-T. DVB-T2 zeichnet sich gegenüber seinem Vorgänger durch eine höhere Effizienz aus.

DVB-T/DVB-T2 BOX
ist ein externer Empfänger, der zwischen Antenne und Fernsehgerät bzw. zwischen Kabel und Fernsehgerät installiert wird. Der Empfänger wandelt digitale Signale in analoge um und ermöglicht so die Weiterverwendung älterer Fernsehgeräte.

DVB-T MODI
In einem 8MHz Kanal stehen zwei DVB-T Modi zur Verfügung. Einerseits der 8k-Modus mit 6.817 Trägern. Andererseits der 2k-Modus mit 1.705 Trägern. Der 8k-Modus eignet sich, bedingt durch die lange Symboldauer, zur Gleichkanalversorgung bei großen Senderabständen. Der 2k-Modus erfordert bei Gleichkanalnetzen einen kleineren Senderabstand.
Die DVB-T2 Modis ergänzen (bzw. eigener Punkt)

to top ⤒

E

ELEKTROMAGNETISCHE WELLEN
Sind physikalisch betrachtet sich ausbreitende Schwingungen des elektromagnetischen Feldes. Zu den elektromagnetischen Wellen gehören etwa das unsichtbare Licht und die Rundfunkwellen. Besonderes Kennzeichen der elektromagnetischen Wellen ist, dass Ausbreitungsrichtung und Schwingungsrichtung senkrecht zueinander stehen, was sich in der Polarisation bemerkbar macht.

ENCODER / ENCODIERUNG
Auch Coder/Codierer genannt. Elektronische Vorrichtung, mit der Signale verschlüsselt werden.

ENDGERÄTE-SPEZIFIKATIONEN
Für DVB-T und DVB-S Endgeräte wurden unterschiedliche Spezifikationen festgelegt, die an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Konsumenten angepasst sind. Diese Spezifikationen enthalten Mindestanforderungen an DVB-T bzw. DVB-S Empfangsgeräte und gewährleisten, dass Sie die Programmangebote (z.B. von ORF eins, ORF2, ATV, PULS 4, ORF SPORT PLUS und 3sat) problemlos empfangen können.

EPG
Der Electronic Program Guide ist ein digitaler Programmführers, der in das Empfangsgerät integriert ist. Der EPG gibt Auskunft über das laufende und das kommende Fernsehprogramm. Die Programmübersicht beinhaltet mindestens den Titel, die Uhrzeit und die Dauer jeder Sendung. Zusätzlich können zu den einzelnen Sendungen kurze Beschreibungen des Inhalts auch mit Bildern angezeigt werden. Aufgrund der Integration in das Empfangsgerät können die Programme aus dem EPG heraus umgeschaltet oder die Aufnahme einer ausgewählten Sendung programmiert werden.

to top ⤒

F

FEHLERSCHUTZ
Als Fehlerschutz gelten alle Maßnahmen, welche die zu übertragenden Bitfolgen der Nutzdaten gegen Fehler schützen oder auftretende Fehler korrigieren.

FREE TO AIR
Free to Air (FTA), auf Deutsch "frei empfangbar", bezeichnet Programme, die unverschlüsselt über Antenne, Kabel oder Satelliten verbreitet werden. Das Gegenteil sind verschlüsselte Programmangebote.

FREQUENZ
Die Frequenz bezeichnet die Anzahl elektromagnetischer Schwingungen pro Sekunde. Sie wird in der Einheit Hertz (Hz) gemessen. Hertz

to top ⤒

G

GIS
Die GIS (Gebühren Info Service GmbH), ein Tochterunternehmen des ORF, ist für das Management der Rundfunkgebühren in Österreich zuständig.

GLEICHWELLENNETZE, MEHRFREQUENZNETZE (SFN; MFN)
Für DVB-T können durch die Anwendung des CODFM neben Mehrfrequenznetzen (MFN multi frequency networks) auch Gleichwellennetze (SFN single frequency networks) realisiert werden. Diese Gleichwellennetze dürfen bei DVB-T eine bestimmte Größe nicht überschreiten, da sonst Eigeninterferenzen auftreten. Gleichwellennetze weisen gegenüber Mehrfrequenznetzen eine deutlich höhere Frequenzeffektivität auf.

to top ⤒

H

HBBTV
Hybrid broadcast broadband TV (HbbTV®) ist ein anerkannter Standard für Hybrid-TV. Ähnlich dem Videotext werden zusätzliche Informationen des Programmanbieters angezeigt, wobei diese über eine Internetverbindung bezogen werden. Damit werden umfassendere Möglichkeiten zur Informationsdarstellung und Navigation bereitgestellt.

HD
High Definition: Seit Jahrzehnten verwendete Bezeichnung für die jeweils nächste Stufe höherer (=besserer) Bildauflösung.

HD+
HD+ ist eine Digitalplattform der HD PLUS GmbH, eines Tochterunternehmens des Satellitenbetreibers SES Astra, für kostenpflichtige hochauflösende Fernsehprogramme.

HD ready
ist ein Gütesiegel der EICTA (European Information & Communications Technology Industry Association). Das Siegel steht für definierte Mindestanforderungen, die ein Fernsehgerät oder Display erfüllen muss, um HDTV empfangen und darstellen zu können.

HDMI
(High Definition Multimedia Interface) ist eine Schnittstelle für die volldigitale Übertragung von Audio- und Video-Daten in der Unterhaltungselektronik. Sie vereinheitlicht existierende Verfahren und erhöht gegenüber diesen die Qualitätsmerkmale.

HDTV
(High Definition Television), oder auch hoch auflösendes Fernsehen, ist ein neuer digitaler TV-Standard mit einer Auflösung von 1’280 x 720 oder 1’920 x 1’080 Pixeln bzw. Bildpunkten. HDTV bringt mit großen Bildschirmen das Kinoerlebnis nach Hause. Sender, die HDTV anbieten, müssen das Programm mit speziellem HD-Equipment produzieren und über einen eigenen HDTV-tauglichen Distributionsweg ausstrahlen. Zum Empfang von HDTV-Signalen wird ein HDTV-Receiver benötigt. Solche Empfangsgeräte werden im Laufe des Jahres 2006 auf den Markt kommen. Für die Bilddarstellung von HDTV-Signalen wird ein Display mit "HD ready"-Logo benötigt.

HERTZ
Mit der Einheit Hertz wird die Frequenz gemessen. Diese nach dem deutschen Physiker Heinrich Rudolf Hertz benannte Maßeinheit gibt die Anzahl elektromagnetischer Schwingungen pro Sekunde an.

HF-MODULATOR
Bei der Übertragung von Informationen (Audio, Video, Daten) über Hochfrequenz (HF) werden diese einem HF-Träger überlagert (der HF-Träger wird moduliert). Der in einem DVB-T Empfänger eingebaute HF-Modulator wandelt das decodierte Video- bzw. Audiosignal in ein hochfrequentes Signal um, das von einem analogen TV-Gerät über die Antennenbuchse empfangen werden kann.

HOCHFREQUENZ
Mit Hochfrequenz (HF) bezeichnet man Wechselströme mit hoher Frequenz.

HYBRID TV
Unter Hybrid-Fernsehen oder auch Hybrid-TV versteht man Fernsehgeräte und Set-Top-Boxen, die über eine eingebaute Internetschnittstelle verfügen und somit Fernseh- und Internetinhalte darstellen können. Diese Technik ist an moderne HD-Geräte gebunden, um eine gute Lesbarkeit der Onlineinhalte gewährleisten zu können. Die verschiedenen proprietären Lösungen einzelner Hersteller können mittelfristig vom Standard HbbTV abgelöst werden, der eine integrative Darstellung von Fernseh- mit Internet-Inhalten ermöglicht.

to top ⤒

I

IDTV
Integrated Digital TV (IDTV) bezeichnet Fernsehgeräte mit eingebautem Empfangsteil für digitale Signale.

INDOOR
Indoor-Empfang bezeichnet den DVB-T Empfang innerhalb von Gebäuden über eine Zimmerantenne.

INTERAKTIVES FERNSEHEN
Als interaktives Fernsehen (engl. Interactive Television, I-TV) bezeichnet man eine auf dem digitalen Fernsehen basierende Variante des Fernsehens, welche die Kommunikation des Zusehers mit dem TV-Gerät – bis hin zum Eingreifen in die Fernsehhandlung – ermöglicht.

IRD
Ein Integrated Receiver Decoder (IRD) ist eine Empfangseinrichtung, mit der verschlüsselte Fernsehsignale empfangen, entschlüsselt und für die Wiedergabe auf dem Fernsehschirm decodiert werden können.

to top ⤒

K

KANALCODIERUNG
Nach der Quellencodierung und der Multiplexbildung ist es erforderlich, das zu übertragende Multiplexsignal an die Eigenschaften des Übertragungskanals (Kabel, Satellit oder Terrestrik) anzupassen. Die Kanalcodierung umfasst alle Maßnahmen, damit das Multiplexsignal möglichst störungsfrei über den Übertragungskanal zum Empfänger gelangen kann. Durch die Kanalcodierung reduziert sich die Nutzdatenrate durch Addition von Fehlerschutz.

to top ⤒

M

MEHRKANAL
Bei Mehrkanal-Systemen wie z. B. Dolby Digital werden Audiosignale über mehrere Kanäle übertragen.

MEDIENKONVERGENZ
Als Medienkonvergenz bezeichnet man die Annäherung verschiedener Einzelmedien (z.B. Fernsehen und Internet). Diese Annäherung kann wirtschaftlich, technisch oder inhaltlich gesehen werden.

MODULATIONSARTEN
Für die Übertragung der Datenratenströme stehen bei der digitalen Übertragung die Modulationsarten QPSK, 16 QAM und 64 QAM zur Verfügung. Ein Teil der seriell ankommenden und zu übertragenden Daten werden gleichzeitig und parallelisiert auf eine bestimmte Anzahl von Trägern als Symbol aufmoduliert. Dies sind 2bit pro Symbol bei QPSK, 4 bit bei 16 QAM und 6 bit bei 64 QAM. DVB-T2 Modulationsarten ergänzen.

MPEG
MPEG wurde von der Motion Pictures Expert Group entwickelt. MPEG wird als Kompressionsverfahren bei DVB-Übertragungen von Video, Audio und Daten eingesetzt. Es reduziert die zu übertragende Datenmenge erheblich und ermöglicht damit die kommerzielle Nutzung digitaler Übertragungssysteme. Der MPEG-Standard wird unterteilt in MPEG 1, MPEG 2, MPEG 3 und MPEG 4. MPEG 2 ist der Übertragungsstandard, der bei der Übermittlung von DVB-Signalen genutzt wird.

MPEG 1
Kompressionsstandard für Multimedia-Anwendungen.

MPEG 2
Kompressionsstandard als Nachfolger von MPEG 1.

MPEG 4
Kompressionsstandard als Nachfolger von MPEG 2.

MULTIPLEX (MUX)
Datenstrom, der einen oder mehrere Services innerhalb eines Kanals enthält. In einem Fernsehkanal werden Fernsehprogramme und andere Dienste wie z. B. Medien- oder Datendienste gleichzeitig übertragen und zu einem Multiplex verschachtelt. Aus der Summe der Datenraten für die einzelnen Programme ergibt sich die Datenrate des Multiplexsignals.

to top ⤒

N

NETZGEWINN
Der Netzgewinn ergibt sich aus dem gleichzeitigen Empfang von mehreren Sendern an einem Ort in einem Gleichkanalnetz. Der Netzgewinn kann bis zu 3 oder mehr dB betragen, wenn zwei oder mehrere Sender gleicher oder annähernd gleicher Stärke am Empfangsort, also gerade in kritischen Gebieten zwischen den Sendern, empfangen werden können. Ist jedoch die Empfangsfeldstärke eines empfangbaren Senders um 10dB oder mehr höher als die der anderen am gleichen Ort empfangbaren Sender, so wirkt sich der Gleichkanalgewinn nicht mehr aus.

to top ⤒

O

OUTDOOR
Der Outdoor-Empfang erfolgt außerhalb von Gebäuden über eine Außenantenne.

OTT
OTT (Over-the-top content) ist die kostenlose Online-Übermittlung von Video- und Audioinhalten, ohne dass ein Internet-Service-Provider in die Verbreitung oder Kontrolle der Inhalte involviert ist.

to top ⤒

P

PAY PER VIEW
bezeichnet eine Form der Abrechnung von Pay-TV. Der Zuschauer zahlt dabei nur für die tatsächlich gesehenen Sendungen, die zum angegebenen oder gewünschten Termin freigeschaltet werden. Typische Pay per view-Angebote sind Spielfilme, Erotikfilme, Sport (etwa Fußball) oder Konzerte.

PCMCIA-KARTE
Die Personal Computer Memory Card International Association (PCMCIA) war Namensgeber eines Standards für Erweiterungskarten mobiler Computer. PCMCIA-Karten arbeiten stromsparend, und unterstützen Hot Plug, sind also im laufenden Betrieb wechselbar. Da alle zur automatischen Konfiguration des Treibers nötigen Eigenschaften der Karte auf dieser selbst abgelegt sind, ist ebenfalls Plug and Play möglich.

PERSONAL VIDEO RECORDER
Der Personal Video Recorder (PVR) ist ein Videorecorder mit einer Festplatte statt des üblichen Bandlaufwerks. Der PVR kann sich die Programmvorlieben des Benutzers "merken" und ihm ein auf die Festplatte gespeichertes Programm nach seinen persönlichen Interessen anbieten.

PIXEL
Das Pixel (ein Kunstwort aus dem Engl. picture und element) ist die kleinste Einheit der digitalen Rastergrafik auf dem Fernsehbildschirm. Pixel wird mit px abgekürzt.

POLARISATION
ist die Lage des elektrischen Feldes in Relation zur Erdoberfläche, horizontal bzw. vertikal.. Die Polarisation erkennt man z. B. bei einer Libellenantenne an der Richtung der Antennenstäbe.

PORTABEL
DVB-T: Das Digitale Antennenfernsehen kann z. B. mit Laptop an unterschiedlichen Orten, wie Park oder Terrasse, empfangen werden.

to top ⤒

Q

QAM
Mit der Quadrature Amplitude Modulation (Quadraturamplitudenmodulation) werden in der elektronischen Nachrichtentechnik die Amplitudenmodulation und die Phasenmodulation miteinander kombiniert. Dabei werden zwei voneinanderunabhängige Signale derselben Trägerschwingung aufgeprägt. Im Prinzip werden die Signale jeweils per Amplitudenmodulation auf einen Träger gleicher Frequenz, jedoch um 90 Grad verschobener Phase moduliert. Anschließend werden die beiden derart modulierten Trägerschwingungen addiert.

QPSK
Das Quadrature Phase Shift Keying (Quadraturphasenumtastung) ist ein digitales Modulationsverfahren in der Nachrichtentechnik. Bei der QPSK können gleichzeitig 2 bits pro Symbol übertragen werden. Damit verdoppelt sich die Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Bandbreite.

to top ⤒

R

RECEIVER
Ein Receiver (deutsch Empfänger) ist ein Endgerät zur Decodierung von digital übertragenen Daten. Dieser Empfänger kann entweder direkt in das Fernsehgerät integriert oder als externes Gerät (DVB-T Box) vorhanden sein.

RÜCKKANAL
Um etwa interaktives Fernsehen oder Pay per view zu ermöglichen, ist eine direkte Kommunikation zwischen Anbieter und Konsument notwendig. Dieser Rückkanal kann über das Antennenkabel oder die Telefonleitung erfolgen.

to top ⤒

S

SCART
Über diese Anschlüsse verbinden Sie Ihren Fernseher, Videorecorder, Satellitenreceiver, DVD-Player und andere Geräte der Unterhaltungselektronik zur Übertragung von Ton- und Bildsignalen.

SCHUTZINTERVALL
Um alle Gleichkanalsignale und Reflexionen zu nutzen, die nicht zeitgleich am Empfänger eintreffen, wird der erste Teil des ausgesendeten Signals nicht zur Datenübertragung genutzt. Dieser erste Teil wird mit Schutzintervall bezeichnet und kann auf verschiedene Längen der gesamten Symboldauer eingestellt werden. Ein langes Schutzintervall bedeutet, dass auch noch relativ spät einlangende Signale genutzt werden, jedoch ist dann die Nutzdatenrate geringer.

SET TOP BOX
bedeutet wörtlich übersetzt "aufgesetzte Schachtel" und bezeichnet in der Unterhaltungselektronik ein Gerät, das an ein vorhandenes Gerät – zumeist ein TV-Gerät – angeschlossen wird und damit dem Zuseher neue Nutzungsmöglichkeiten bietet. Die für DVB-T nötige Set Top Box wird als DVB-T Box bezeichnet.

SIMULCAST
ist ein Kunstwort aus "Simultaneous" und "Broadcast" und steht für die gleichzeitige Übertragung derselben Fernsehprogramme über mehrere Rundfunkwege. Bei der Umstellung auf digitales Antennenfernsehen gibt es eine Simulcastphase, d.h. Parallelphase: In einem mehrmonatigen Zeitraum werden die TV-Programme sowohl auf die „alte“ analoge Weise als auch digital via DVB-T übertragen.

SMART CARD
Eine Smart Card (auch Chipkarte) ist eine Plastikkarte mit eingebautem Chip, der eine Hardware-Logik, einen Speicher oder auch einen Mikroprozessor enthält.

SMART CARD READER
Eine Vorrichtung zum "Lesen" von Smart Cards ("Lesegerät").

SMART TV
Siehe Hybrid TV

SPEZIFIKATION
Eine Spezifikation ist eine formale Beschreibung eines Produkts. Durch sie werden Merkmale eines Produkts definiert und quantifiziert und können so auch überprüft werden.

STATIONÄR
Bei der Nutzung vor Ort (stationär) wird DVB-T immer am selben Ort, zum Beispiel im Wohnzimmer, empfangen. Die DVB-T Box ist mit einer Außenantenne verbunden und für Netzanschluss (230 V) ausgelegt.

STATISTISCHER MULTIPLEX
Der statistische Multiplex ist eine dynamische Datenratenzuweisung an die Programme im gleichen Multiplex. Wenn ein übertragenes Programm kurzzeitig eine höhere Datenrate benötigt (z. B. bei schnellen Kameraschwenks oder bei sehr schnellen Bildsequenzen), wird diese zusätzlich Datenrate von anderen Programmen, die "ruhigere" Bilder übertragen, abgezogen. Dadurch wird eine verbesserte Bildqualität in kritischen Übertragungssituationen gewährleistet.

STECKER
Der Stecker ist eine mit Kontakten versehene Einrichtung zur Herstellung einer elektrischen Steckverbindung. Das Gegenstück zum Stecker ist die Buchse.

SYMBOLDAUER
Die Symboldauer (oder Symbollänge) gibt an, für welchen Zeitraum die auf Träger aufmodulierten gleichen Daten ausgesendet werden. Die Symboldauer beträgt im 2k-Modus 224 ms und im 8k-Modus 896 ms.

SYMBOLRATE
Die Symbolrate ist ein Parameter für den Digitalempfang. Sie ist ein Maß für die Menge der Daten, die über einen Transponder pro Sekunde übertragen werden. Sie wird in Megasymbols pro Sekunde (MS/s) angegeben und ist abhängig von der Bandbreite des Transponders.

to top ⤒

T

TERRESTRISCHE VERBREITUNG

bezeichnet die drahtlose Übertragung von Radio- oder Fernsehsignalen von erdgebundenen Sendern zu Empfängern mit Haus- oder Zimmerantenne sowie tragbaren Geräten und Autoradios.

TRANSPONDER
Als Transponder bezeichnet man ein Kommunikations-, Anzeige- oder Kontrollgerät, das Signale aufnimmt und automatisch auf diese antwortet. Die Bezeichnung setzt sich aus den Begriffen Transmitter und Responder zusammen.

TRÄGER
Als Träger (auch Trägersignal, Trägerfrequenz) bezeichnet man eine Hochfrequenzschwingung, die über eine Antenne abgestrahlt werden kann. Die Trägerfrequenz wird mit der Nutzinformation moduliert.

TUNER
Im TV-Gerät (Video- bzw. DVD-Recorder) integriertes Empfangsteil für analoge bzw. digitale HF-Signale.

to top ⤒

U

UHDTV (Ultra High Definition)
Ultra-High-Definition (UHDTV) ist bei aktuellen Flat-TV der neue Standard. Dieser stellt das Vierfache an Pixeln von Full HD dar und liefert noch schärfere und beeindruckendere Bilder.

UHF
Ultra High Frequency (UHF) bezeichnet in der Rundfunktechnik einen Frequenzbereich (470 bis 862 MHz; Kanäle 21 bis 69) zur terrestrischen Übertragung von Fernsehprogrammen. Der Frequenzbereich 790 – 862 MHz (Kanäle 61 bis 69) ist seit 2012 zur koprimären Nutzung auch dem Mobilfunk zugeteilt (digitale Dividende).

ÜBERTRAGUNGSRATE
Die Übertragungsrate (auch Datenrate, Datenübertragungsrate) bezeichnet die Menge der Daten, die innerhalb einer Zeiteinheit übertragen werden. Beispiel: Ein digitaler Kanal hat eine Übertragungsrate von 16Mbit/s, das heißt, er überträgt 16.000.000 Bits in einer Sekunde.

to top ⤒

V

VHF
Very High Frequency (VHF) bezeichnet in der Fernsehtechnik einen Frequenzbereich (174 bis 230 MHz; Kanäle 5 bis 12) zur terrestrischen Übertragung von Fernsehprogrammen.

VIDEO
Das lateinische Wort "Video" bedeutet auf Deutsch "ich sehe" (von vedere). Video bezeichnet das Verfahren zur Aufnahme, Übertragung, Bearbeitung und Wiedergabe von bewegten Bildern. Der Begriff wird auch für Geräte verwendet, wie zum Beispiel Videokamera oder Videorecorder.

VIDEO ON DEMAND (VOD)
Programme werden vom Konsumenten individuell und zu beliebiger Zeit gegen Entgelt abgerufen, durch ein Empfangsgerät/Decoder wird der Film entschlüsselt und so für den Zuseher zugänglich gemacht.

to top ⤒